Deutsch portugues

Karwoche – Ostern

Letzte Änderung 07.04.2017

Wie können wir im Jahr 2017 die Kar- und Ostertage begehen?

1. Leugnen Sie nicht die Realität, in der Sie leben, mit all ihren Schrecken – sei es im Privaten wie auch im Großen des Weltgeschehens. Jesus zeigt den Jüngern nach der Auferstehung seine Wunden, lässt sie von Thomas sogar berühren. Die Wunden dieser Welt leugnen nicht die Auferstehung, sondern zeigen, wie notwendig der Sieg des Lebens über den Tod ist, damit wir Menschen Zukunft haben können. Die Frauen gehen nach Karfreitag zum Grab, hinein in den Schmerz und die Trauer – und gerade dort hören sie die Auferstehungsbotschaft, begegnen dem Auferstandenen.

2. Nehmen Sie sich Zeit für Ostern. Mehr als die zwei arbeitsfreien Feiertage, die uns der Kalender zusteht. Erst nachdem sie lange in der Nähe des geheimnisvollen Fremden gegangen sind, fällt es den Emmausjüngern wie Schuppen von den Augen, und sie erkennen den Auferstandenen. Erst dann ist die Kraft da, aufzubrechen und nach Jerusalem zurückzugehen. Und der Jüngerkreis braucht Zeit, um sich von der Angst vor dem „Gespenst“ (wie sie meinen) zu befreien, damit die Osterfreude aufbrechen kann. Und Thomas kann erst „acht Tage darauf“ sagen: „Mein Herr und mein Gott.“ 50 Tage feiert die Kirche Ostern – nehmen Sie sich die Zeit. Auch im Alltag, denn Gott ist ja nicht nur ein Gott der Feiertage, sondern ein Gott des Alltags. Der Alltag ist der Ort seiner Fürsorge.

3. Versuchen Sie Ostern nicht zu erklären; nicht sich selbst und nicht anderen. Akzeptieren Sie, dass menschlicher Verstand an Grenzen kommen kann. Die Auferstehung ist ja nicht unsinnig, weil sie nicht in menschliches Denken passt. Gott kann mehr, als wir uns vorstellen können. Lassen Sie sich von Ostern erschrecken: Manches Gute, ja Segensreiche beginnt mit Erschrecken. Erschrecken kann gewohnte Denkbahnen, in denen für Gott kein Platz sein kann, aufbrechen für Neues. Das war bei der Geburt Jesu so, als den Hirten angst und bange wurde, der Engel aber zu ihnen sagte: Fürchtet euch nicht. Am Tag der Auferweckung Jesu ist es wieder so. Die Erde wackelt, schreibt Matthäus, der Stein vor Jesu Grab wird vom Engel hinweggewälzt und Jesus ist nicht in seinem Grab. Erst nach den ersten Schrecken hören die Frauen, dass Jesus nicht in seinem Grab sein kann. Dann sehen sie ihn sogar. Nicht anders die Jünger, als der Auferstandenen durch geschlossene Türen zu ihnen kommt. „Fürchtet euch nicht“, sind seine ersten Worte.

4. Erwarten Sie nicht zu viel von sich selbst. Sie müssen nicht ausgelassen fröhlich sein, Sie dürfen zweifeln. Sie dürfen zurückkehren in das, was vor dem Fest war mit all seinen Sorgen. Das alles machen die Jünger auch – und Jesus geht ihnen nach. Vertrauen Sie darauf, dass es bei Ihnen nicht anders ist. Auch wenn Sie dieses Jahr mit Ostern nichts anfangen können – aus welchen Gründen auch immer – vertrauen Sie darauf, dass der Auferstandene mit Ihnen etwas anfängt und mit Ihnen geht.
 

 

Gesegnete Kar- und Ostertage!

Öffnungszeiten Pfarrbüros

Die Öffnungszeiten des Pfarrbüro in St. Joseph:
Montag bis Freitag
von 9.00 - 11.30 Uhr
und Freitag von 16.00 - 18.00 Uhr

Die Öffnungszeiten des Pfarrbüro in St. Paulus:
Donnerstag von 16.15 - 18.00 Uhr

Newsletter

Möchten Sie in Zukunft aktuelle Informationen aus unserer Kirchengemeinde bequem und regelmäßig per Email-Newsletter erhalten?
Anmelden können Sie sich dazu hier:

St. Joseph - Facebook

Jetzt auch bei facebook

Besuchen Sie uns auch auf Facebook.