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Schulzentrum für Kinder in Tapachula / Mexiko fertiggestellt

Letzte Änderung 26.07.2018

Seit über 40 Jahren unterstützt die Gemeinde St. Joseph Missionsprojekte in Mexiko, ganz überwiegend im Bundesstaat von Chiapas.
War es zunächst über viele Jahre ein Haus für Frauen in Not – Hogar Comunitario Yach‘il Antzetic in San Christobal de las Casas (bis ca. 2007), so folgte dann der Wiederaufbau einer Herberge für Mädchen in Motozintla in der Diözese von Tapachula.

Tapachula liegt im südlichen Teil des Bundesstaates Chiapas am Pazifischen Ozean nahe der Grenze zu Guatemala. Die Stadt hat ca. 280.000 Einwohner. Sie liegt am Fuß des 4.100 m hohen Vulkans Tacanà, dem höchsten Berg im Süden Mexikos. In dieser Gegend wohnen hauptsächlich Ureinwohner, die Indigenas. Unter Ihnen ist die Arbeitslosigkeit extrem hoch.

Blick vom Schuldach auf La Grandeza

 

Ein Wirbelsturm und Schlammlawinen hatten das Haus
„La Providencia“ zerstört, das den Mädchen ermöglichte, dort eine weiterführende Schule zu besuchen. Bei der Einweihung dieser Einrichtung (2011) bat Bischof Gonzales um Hilfe beim Bau einer Schule für Indigenas-Kinder in der Sierra Madre de Chiapas, im Ort La Grandeza.
Es war unser bisher anspruchsvollstes Projekt, dessen Realisierung  ca. 7 Jahre dauerte und über das wir hier etwas genauer berichten möchten:

La Grandeza ist ein bettelarmes Rückzuggebiet der indigenen Bevölkerung auf ca. 2000 m Höhe, 4 Autostunden entfernt von der Küste, schwer erreichbar, gelegen zwischen steilen Bergen und tiefen Tälern. Auf einer Fläche von ca. 52 km² leben 7000 Menschen im Dorf selbst und in zahlreichen umliegenden Weilern.
Da es klar war, dass der Bau einer Schule (ca. 200 000,- US-Dollar) unsere finanziellen Möglichkeiten bei weitem überschreiten würde, kamen das Kindermissionswerk und die Diözese Rottenburg „mit ins Boot“, die auch die Bauüberwachung und Geldüberweisungen übernahmen.

Die Schule entsteht

 

Schon Ende 2013, als das Erdgeschoss erst im Rohbau fertig war, begannen die Schwestern in 3 Klassenräumen und einem Kindergartenraum mit dem Unterricht im neuen Gebäude. Denn nachdem das alte Haus „La Providencia“ durch Wirbelstürme und Überschwemmungen zerstört war, fehlte es im Ort an Schulmöglichk

2017 war der Bau fertig und der Missionsausschuss wurde zur offiziellen Einweihung eingeladen. Im September 2017 flogen Frau E. Hoffmann, G. Joas und A. Sischka zum Festakt nach La Grandeza. Sie sahen die große Freude und Dankbarkeit der Eltern und erlebten ein Fest mit feierlichem Gottesdienst, Segnung der Schule, Vorführungen der Kinder und Austausch mit den Schwestern vor Ort, die den Unterricht der Kinder übernehmen.
Die Schwestern betreiben im Übrigen auch ein Ambulatorium, weil es vor Ort keinen Arzt gibt.

Priester, Oberin und E. Hoffmann durchschneiden das" Blaue Band"
Klassenraum in der Schule

Das Schulgebäude selbst ist ein solider, zweckmäßiger, zweigeschossiger Bau. Im Frühjahr 2018 wurde aus
Geldern der Diözese noch ein Teil des Schulhofs überdacht. Die Inneneinrichtung stammt aus Spenden der USA, es werden ca. 180 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Die Eltern sind sehr glücklich über die Schule, wir selbst hatten vor Ort den Eindruck, dass sie wie eine Initialzündung zur Weiterentwicklung des Dorfes wirkt.

 

 

Die Schule ist fertig
Alle schauen in großem Abstand der Einweihung zu

Und woher stammte der Spendenanteil der Gemeinde St. Joseph?

Haupteinnahmequellen sind seit vielen Jahren die Sternsinger-Aktion, Kaffee- und Kuchenverkauf auf dem Sindelfinger Weihnachtsbazar in der Messehalle, Mittel aus dem Landkreis, darüber hinaus Benefizkonzerte, Mittagessen des Missionsausschusses zugunsten der Projekte, Cafe-Stopp, Sponsorenlauf, private Spenden usw.

Ein ganz wichtiger Grundgedanke unserer Missionsarbeit ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Durch Bildung, durch
Wissen sollen die Menschen befähigt werden auf eigenen Füßen zu stehen. Bei beiden Projekten waren die Eltern nicht in der Lage, die Finanzierung der Gebäude selbst zu schaffen, sie haben aber ganz praktisch durch ihrer Hände Arbeit mit gebaut.

Daher hat unsere Kirchengemeinde dieses Schulprojekt wirksam unterstützt, damit die Kinder durch Bildung dem
Kreislauf der Armut entkommen können.

© 2018, Katholische Kirchengemeinde St. Joseph, Sindelfingen,
Text: A. Sischka, Fotos: E. Hoffmann

Zum Nachdenken

 

Über Not und Wunder und das Leben

(Joh 6, 1–15)

                      Wenn mein Haus voller Schlamm
                      oder sogar vom Schicksal weggerissen

                      Wenn ein lieber Mensch gegangen
                      oder mir sogar gestohlen

                      Wenn das Leben mich bis in die Nacht verfolgt
                      oder sogar zu dieser geworden

                      Wenn ich keine Richtung mehr erkenne
                      und die Hoffnungstaube zerrupft und verloren

                      dann brauche ich keine große Zaubershow
                      und keine Körbe voller übriggebliebener Wunder

                      Zaubershows lassen mich einsam staunen
                      und leben nur im Schein.

                      Ein Wunder, das mich Leben nährt,
                      ist eine helfende Hand,
                      eine Einladung mich ins Gras zu setzen,
                      die innere Ruhe zuhören zu können
                      und ein Mensch an der Seite,
                      der mit mir Brot und Wein und Zeit teilt.

                      Das ist Wunder und Leben und Gottesnähe
                      mehr als zwölf Körbe je bieten und fassen können.

In diesem Sinne wünsche ich ihnen einen wundervollen Sommer

Bis bald

Ihr Pfarrer Wolfgang Metz

Öffnungszeiten Pfarrbüros

Die Öffnungszeiten des Pfarrbüro in St. Joseph:
Montag bis Freitag
von 9.00 - 11.30 Uhr
und Freitag von 16.00 - 18.00 Uhr

Das Pfarrbüro in St. Paulus ist geschlossen

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     www.iav-sindelfingen.de

Bild: www.telefonseelsorge.de
in: Pfarrbriefservice.de